May
13

Traurig

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Traurig, fast jeder schreibt täglich wegen jeden Furz den er lässt ein SMS auf seinHandy,

oder hockt stundenlang vorm Fernseher, doch hier manchmal einen Kommentar unter einem Bild zu hinterlassen,

dafür hat natürlich keiner Zeit,

weil da müsste man doch glatt für einige Augenblicke das Hirn einschalten.

Lois Peer

Aug
10

„Wie fotografiert man Tropfen?“

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Gastbeitrag von Dr. Sylvia Bacher

Der für den 10. August  angekündigte Vortrag von Günther Dankelmayr (G.D.) „Wie fotografiert man Tropfen?“ lockte mehr als die Hälfte der Mitglieder des Ausseer Fotoclubs am Abend in den Clubraum.


 

Dort erwartete uns bereits die für die Demonstration aufgebaute Apparatur.

Somit stand G. D. ausreichend Zeit zur Verfügung, uns nicht nur die fotografische Abbildung der von den Wassertropfen erzeugten Formen, sondern auch die damit verbundenen technischen Finessen zu veranschaulichen. Denn schon geringfügige Veränderungeneinzelner Versuchsparameter können den gewünschten Effekt zum Scheitern bringen.

 

Für das Experiment werden benötigt: mit verschieden gefärbtem Wasser gefüllte Tropfflaschen (vergleichbar hoch hängenden Infusionsflaschen),  eine flache wassergefüllte Wanne zum Auffangen der Tropfen, als Hintergrund für die Darstellung eine Milchglasplatte (das Blitzlicht kann, variabel, entweder  von der Seite oder auch von hinten einfallen).

So lassen sich mit einer relativ einfachen Apparatur, die aufwendiger aussieht, als sie tatsächlich ist, sicherlich aber genügend Raum erfordert, märchenhafte Formen und Bilder erzeugen:

Das Fallen des ersten Tropfens erzeugt durch sein Auftreffen auf dem Wasser eine Wassersäule in die Gegenrichtung. Ein  zweiter Tropfen, der auf diese auftrifft, bildet darauf eine Art „Pilzhut“ oder „Jonglierteller“...

 

Kernstück der Versuchsanordnung ist eine entsprechende Computersoftware(http://crazymachine.nicolai-korff.de/?page_id=24), mit welcher der gesamte Ablauf gesteuert wird, angefangen von der Größe der Tropfen und ihrer Tropfgeschwindigkeit über ihre Abfolge durch Auswahl, d.h. Reihenfolge der Spender und damit der Wasserfarbe, bis hin zum genauen Auftreffen durch Einstellen des Tropfauslasses.

 

Auslöser und Blitz können ebenfalls präzise auf die Tropfabfolge und auch aufeinander abgestimmt werden(http://crazymachine.nicolai-korff.de/?page_id=72), was einerseits eine gewisse Routine erfordert, anderseits Spielraum zum Experimentieren bietet.

 

Anschließend blieb noch genügend Zeit für Fragen, die von G.D. kompetent und geduldig beantwortet wurden.

 

Irgendwie erinnerte mich das Versuchsergebnis  an das berühmte Gedicht von Conrad Ferdinand Meyer:

 

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
er voll der Marmorschale Rund,
die, sich verschleiernd, überfließt
in einer zweiten Schale Grund;
die zweite gibt, sie wird zu reich,
der dritten wallend ihre Flut,
und jede nimmt und gibt zugleich
und strömt und ruht.

 

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